Seit nun 10 Jahren ist mein ständiges Urlaubsziel Griechenland, genauer gesagt die mittlere Westküste des Peleponnes. Schon damals stand ich oft an der steinigen Mole und habe das Treiben im Wasser beobachtet und fand es faszinierend. Zu der Zeit war ich noch eine reine Süßwasser-Aquaristikerin. Einer Vereinsfreundin erzählte ich dann auch, was ich dort alles gesehen habe und sie bat mich, ihr beim nächsten Mal ein paar Einsiedler und Schnecken mit zu bringen, sie gab mir einen 5-Liter-Kanister dafür mit. Was passieren mußte ist auch geschehen, bei der nächsten Reise brachte ich ihr in dem Kanister ca. 10 Einsiedler und 10 Schnecken mit, schön mit Wasser gefüllt. Wie sie den Kanister 3 Tage später dann aufmachte (solange dauerte die Reise) kam ein bestialischer Gestank daraus und alle Tiere waren leider hinüber. Das war für mich ein Schock und ich habe mir geschworen, nie wieder Meerestiere für irgendjemanden mit zu bringen.
Im Frühsommer 2005 hat mich dann der Salzwasser-Virus erwischt, den Sommer habe ich mit nichts als lesen verbracht, alles was ich an Büchern erwischen konnte wurde verschlungen und da mir das noch nicht reichte, war auch das Internet dran und ich habe mich einer Meerwasser-Gruppe angeschlossen. Mein erstes Nano entstand dann auch im Juli des Jahres. Im September war auch mein Urlaub wieder dran und da ich den Fehler von damals erkannt habe, brachte ich nun ein paar kleine Einsiedler, Schnecken und Garnelen heil mit nach Hause.
Die Witwenrosen habe ich vor ein paar Jahren ebenfalls entdeckt und ein paar mitgebracht. Zwei Jahre habe ich sie bei mir pflegen können.
Inzwischen habe ich nur noch ein kleines Süßwasser-Aquarium, das wird auch bleiben, ansonsten sind die zur Zeit restlichen 3 Aquarien mit Salzwasser gefüllt.
Das Nano war für mich immer das Versuchsobjekt geblieben und alles was sich dort hielt, wurde dann auch für die anderen Aquarien mitgebracht (und natürlich für Bekannte).
Im letzten Jahr sollte ich wieder ein Meerwasser-Nano für eine Ausstellung fertig machen und dieses Mal wollte ich nicht das so normale zeigen und habe mir überlegt ein reines Mittelmeer-Aquarium zu zeigen. Die Ausstellung ist Ende Oktober gewesen und im September war ich ja nochmals in Griechenland. Dort habe ich mir dann alles für mein Nano mitgebracht: zuerst den Bodengrund, dann Steine und Tiere.
Auch Erdbeerrosen habe ich erfolgreich gefunden und mitgebracht.
Von dem Mittelmeer-Nano waren die Besucher und Vereinsfreunde so begeistert, daß ich schon überlegte, es nach der Ausstellung nicht wie geplant aufzulösen. Mein Mann bestärkte mich in dem Gedanken und so habe ich dann mein endgültiges Mittelmeer-Nano geplant.