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Mister Krabs

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1

Montag, 2. Mai 2011, 10:11

Lebendgebärende im Riffbecken??

Hallo,

ich wollte mal ein Thema starten, bei dem ich nun echt Angst haben muss, verbal verprügelt zu werden :popo: :sarcastic:

Also was haltet ihr von lebendgebärenden Zahnkarpfen im Aquarium? Ich meine, diese Fische sind natürlich die Helden meiner Kindheit ;) und ich hatte schon immer gehört, dass gewisse Arten durchaus in Meerwasser überleben...

Bei mindestens zwei Arten istv auch bekannt, sie in der Natur regelmäßig im Meer zu finden sind, also vor allem Küsten vor Mexiko

Poecilia velifera und P. latipinna. Zunächst die erste Frage- Wieso findet man die nicht im Seewa- oder Meerwa- Lexikon, wenn die doch auch nachgewiesener Maßen im Meer paddeln? Ich meine mich auch an eine Naturdoku zu erinnern, wo die P.velifera ganz selbstverständlich im Meer Fadenalgen abknabbern...

Soooooo, nun zu "Geständnis"...
Ich habe vor einer Woche ein Pärchen P.latipinna bei mir zu Hause eingesetzt (jeweils für 3,20 € im Baumarkt!)...einmal da ich ab und zu mit Fadenalgen Probleme habe, und andererseits, weil ich einfach riesige Lust hatte, dieses "Experiment" zu wagen (ich finde die Fische übrigens auch sehr schön).
Umgewöhnen auf Salz schien ihnen sogar zu gefallen... nur die Strömung machte ihnen die ersten 2 Tage ganz schön zu schaffen (das habe ich auch schon anderswo gelesen). Aber siehe da, sie haben sich irgendwie an die Strömung gewöhnt und schwimmen mittlerweile genauso sicher um den Ausgang der Koralia (8000 Liter/h) herum wie meine beiden Pyjamas :thumbup: Nachts schlafen sie an strömungsärmeren Stellen hinter der Deko.

So, Fadenalgen sind schon deutlich weniger geworden, sie knabbern den ganzen Tag als gäbe es keinen morgen... und das bei regelmäßiger Fütterung mit Frofu.
unerwartet- Kahmhaut wurde von ihnen "weggeschlürft" ?( 8o
ebenfalls unerwartet- es wird die alte Haut einer sich häutenden Gorgonie abgenagt- sehr zum Wohl der Koralle- Gibt es in derem Verbreitungsgebiet ganz nahe der Küste etwa auch schon Gorgonien, oder sind die einfach nur neugierig und probieren alles mal aus??

Außerdem sind beide in einer Woche wirklich prächtig dick geworden und paaren sich den ganzen Tag... also gibt es bald auch noch kostenloses Lebendfutter (klingt ein bisschen gemein, ich hoffe schon paar der jungen kommen durch :) )

Ok, wenn jetzt jemand sagt, kauf dir doch gleich Goldfische, dann muss ich sagen, dass die beiden wirklich wunderschön sind... ich habe sie sibrig-bläulig glitzernde Variante, in meinem Licht schimmern auch die Augen bläulich (ich versuch mal demnächst ein Foto zu machen).

Und mal im ernst, welche "echten" Riff- Fische soll ich denn in 150 Litern unterbringen, die dann auch noch Algen zupfen? Salarias sp.? Finde ich auf 150 Liter grenzwertig... Doktoren könnten sich bei mir kaum umdrehen. Somit habe ich hübsche kleine Fischlein gefunden, die nicht einmal aus der Natur entnommen werden mussten, und welche sich locker im Mewa auch fortpflanzen können.
Also meine kleine Tochter (1 Jahr alt) findet die total super... die beiden Pyjamas dagegen hat sie bis jetzt noch gar nicht als Fische erkannt.

Hat das von euch schon mal jemand gemacht mit lebendgebärenden Zahnkarpfen? Ich meiner außer als Futter für Feuerfische oder so...
... und was spricht dagegen?

lg Peter

Harald

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2

Montag, 2. Mai 2011, 10:25

Hallo Peter

Nun Zahnkarpfen im Meerwasser ist ein alter Hut. Nur auf Dauer werden sie nicht überleben. Eher in einem Mangrovenbecken wo der Salzgehalt nicht so hoch ist. Eigentlich ist es so, das einige der Zahnkarpfen nur im Salzwasser ablaichen, und dann in den eher süßen Bereich zurück gehen. So ist es dann auch mit den Jungfischen. Kinderstube salzig, Erwachsenenstadium süß.
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Mister Krabs

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3

Montag, 2. Mai 2011, 11:01

Hallo Harald,

nun alter Hut kann sein... ich kenne ja die Erzählungen schon aus meiner Kindheit... ich verstehe nur nicht, warum die so unbeliebt zu sein scheinen? Ich habe in einem anderen Forum gelesen, ein User hat sie "zum Einfahren" eingesetzt und ärgert sich jetzt, dass er sie nicht mehr rausgefangen bekommt ?( ich verstehe nicht, warum man nicht einfach mal ein paar davon im Becken haben soll. Bei mir fressen die wie wild die Algen.... und ich finde das immer noch natürlicher als Phyco-Ex oder ähnliches zu benutzen...


Ich glaube schon, dass das auf Dauer gut gehen kann. Natürlich nicht mit allen Arten, aber ich habe in meiner alten Aquarienfischzucht-Bibel für Süß- und Brackwasser (ich muss nochmal den Namen des Buches und der Autoren heraussuchen :blush: ) gelesen, dass die zumindest bei P.velifera die Zuchttiere dauerhaft in Meerwasser hielten, da hier die Weibchen größer werden würden und mehr Nachkommen produzieren... und die Brut wurde dann für den Verkauf ganz langsam an Süßwasser gewöhnt.
Ich glaube ich habe die sehr nah verwandte Art P. latipinna oder ähnliches- also P. sphenops (am bekanntesten als "Black Molly") kann es m.M. nicht sein, dafür ist das Maul zu breit.
Kinderstube salzig, Erwachsenenstadium süß.
Also bis jetzt scheinen sie es toll zu finden. Fressen und balzen den ganzen Tag... (machen die aber wahrscheinlich sowieso), die Flossen sind aber völlig klar und makellos (sind angeblich im Süßwasser anfällig gegen Pünktchen).
Ich habe auch bei meheren Süßwasser-Fischseiten gelesen, dass P. velifera und P. latipinna Männchen im Seewasser schönere Rückenflossensegel bekommen als im Süßwasser.

Aber sicher werde ich die beiden beobachten, nur weil es die für 3 € im Baumarkt gibt, muss man die nicht in kleinen Hobby-Experimenten quälen...

lg Peter

Harald

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4

Montag, 2. Mai 2011, 13:09

Hallo Peter

Nun ich habe da meine eigene Meinung zu.
Richtig Zahnkarpfen haben eine sehr große Salztoleranz, aber man kann nicht jeden "Brackwasserfisch" dauerhaft auf Meerwasser umstellen und artgerecht ist das schon gar nicht. Was kommt dann als nächstes Guppys und Mollys auf die marine Nachzuchtenliste setzen. Es hat schon seinen Grund warum diese Fische nicht im Lexikon sind. Unbestritten fressen diese Fische Kieselalgen und Fadenalgen, aber man sollte es nicht als Dauerlösung sehen, sondern die Ursachen der Plagen beseitigen.
Außerdem, so meine Meinung, sehen solche Fische zwischen Korallen einfach doof aus. Dann müsste auch noch geklärt werden, ob die Fische nicht an den Nesselgiften der Korallen zu leiden hätten. Und was das Gebären von Jungfischen angeht, naja meistens stirbt das Weibchen im Salzwasser.
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Gruß Harald


beeker

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Montag, 2. Mai 2011, 13:38

Hallo Peter,

google mal nach "euryhaline Fische". Das sind Fische, die in beiden Umgebungen "heimisch" sind. Bei rein im Süsswasser gezogenen Tieren kann es mit einer stabilen Population etwas dauern. Aber grundsätzlich ist es zumindest mit den Molly's möglich. Du musst nur drauf achten, dass sie anfänglich nicht verdursten aufgrund von Problemen mit dem osmotischen Ausgleich. Ich halte seit fast 30 Jahren Guppy's (irgendwie mag ich die halt immer noch) und da ist es z.B. so, dass gerade die alten Weibchen erfahrungsgemäß im Salz (10-20 Promille) weitaus weniger Probleme beim Laichen haben. Trotz allem versuche ich sie immer so lange wie möglich (oder ausschließlich) im reinen SW zu halten... irgendwie finden die's da besser.

PS: ...wenn du jetzt noch die Heizung raus nimmt :hot , kannst du auch Stichlinge halten. Ist ein prima Barsch für kleine Aquarien und gibt es schon "salzangepasst" zum Keschern am Jadebusen (früher auch in der Wesermündung).

Darth Seb

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Montag, 2. Mai 2011, 13:57

Moin,
Neulich saß ich beim Händler in dne kleinen Verkaufsbecken auch
Lebendgebärende rumschwimmen, wohl zur Algenbeseitigung.
In einem Brackwassertümpel würden diese wohl noch
vertretbar sein aber in einem 'Riff'becken' würde ich
keine einsetzen.Irgendwann endet es wie bei diesem Video wo
sich Hawaiidoktor und Skalar gute Nacht sagen.
mfg
Sebastian
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Bal kote, darasuum kote.
Jorso’ran kando a tome.
Sa kyr'am nau tracyn kad, Vode an

Mister Krabs

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7

Montag, 2. Mai 2011, 14:56

Hallo,

von Guppys und den Black Mollys (Poecilia reticulata und P. sphenops) will ich hier gar nicht sprechen... die haben echt ein Salztoleranz.... aber eine natürliche Verbreitung in Salzwasser haben meiner Meinung nach von den erhältlichen Arten nur P. velifera und P. latipinna (diesen "Molly" hab ich nun zu Hause).

Trexler und Travis (1989) (http://www.jstor.org/pss/2409530) schreiben hierzu, dass die Jungfiche schneller adult werden und sogar größer werden in Meerwasser, als in Süßwasser... ok das stimmt mit deiner Ansicht überein, dass die Jungfische in Meewasser groß werden...

Hier (http://www.jstor.org/stable/1941470) schreibt Trexler, dass sowohl Jungfische als auch adulte Tiere in Salzwasser höhere Überlebenschancen im Winter haben und im Sommer etwa gleich große (Räuberdruck wurde vermieden).

Und hier (http://pdfserve.informaworld.com/304317__908258265.pdf) schreiben Nordlie und andere wie hoch die Salztoleranz tatsächlich ist... angeblich verträgt P.latipinna Salinität von bis zu 80 ppt (Brackewasserpopulation) und 70 ppt (Süßwasserpopulation) (!!! :schock: ) aber nur in einem kurzem Zeitraum von 2 Wochen oder so ähnlich... Das macht Sinn, z.B. können die Salztümpel, in denen die auch vorkommen bei Regen aussüßen, oder bei heißem Wetter stark verdunsten und versalzen....

aber durchgängig können diese Tiere laut dem Artikel in einer Salinität von 5 - 60 ppt ohne Probleme die Osmolarität ihres Körpers regulieren, also können nachgewiesen bei 60 ppt dauerhaft leben- das ist keine Tierquälerei, sondern eine physiologische Anpassung an eine große Breite von verschiedenen Habitaten. Soviel zur euryhalinen Species :P
Also bei ca. 35 ppt im Meerwasser ist nach oben hin immer noch genug Raum gegeben.

Jaaa gut, in Korallenriffen leben die in der Natur nicht von selbst... aber da schwimmen einige Tiere in den Heimbecken, die normalerweise eher in Seegraswiesen oder ähnlichem leben und sich in Riffbecken trotzdem ganz gut machen.

Mit dem Nesselgift lese ich immer wieder. Aber wenn das Probleme bereiten würde, dann müsste man das doch irgendwie an den Fischen sehen. oder nicht? Außerdem hab ich regelmäßig Aktivkohle im Filter.

Breitflossenkärpflinge sind nunmal eine euryöke Art. Das heißt, sie kommen mit sehr vielen verschiedenen Umweltbedingungen zurecht (in nahezu jeder Hinsicht), das ist ganz natürlich und durchaus artgerecht, wenn ich das zu Hause mache (ich meine natürlich, so lange die Fishe nicht in irgendeiner Form Unwohlsein oder ähnliches zeigen ;) )

Ja gut, wer findet, dass diese Tiere im Riffbecken doof aussehen, dass ist natürlich Geschmackssache... im ersten Moment hatte ich auch bisschen Angst, dass meine bunten Korallen wie billige Plastikdekoration für Goldfischaquarien aussehen :sarcastic: aber es sieht eigentlich total schön aus mit den beiden silbernen Breitflossen....

Ach und Stichlinge paddeln bei uns mittlerweile in der Uni im "bretonische Küste"-Becken (muss mal Bilder updaten). Die sind nicht "Salz"-angepasst, sondern stammen aus einer dauerhaft im Meer lebenden Population aus der holländischen Nordsee.

lg Peter

beeker

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8

Montag, 2. Mai 2011, 16:05

...von Tierquälerei sollte auch gar nicht die Rede sein. Ich wollte nur meine Bedenken der Anpassung wegen kund tun. Denn ich finde es gibt große Unterschiede ob es sich um Wildfänge (meinetwegen noch F1/F2 Nachzuchten) oder Nachzuchten in x-ter Generation handelt. Denn mal ganz ehrlich: Die Guppys, Mollys oder Platys oder was auch immer sind heute keineswegs mehr sooo tolerant wie's vor 20-25 Jahren noch war. Man bekommt es zwar in ein paar Generationen wieder einigermaßen hin aber dennoch nicht "original". Das kann ich von der Guppyfront berichten.

Stichlinge im Aquarium (egal ob süß oder salzig) sind übrigens saucool. Wir haben lange Zeit welche gepflegt. Das Nestbau-, Balz- und Ablaichverhalten ist super zu beobachten... :sharky:

Was die Nesselgifte angeht, naja, bis auf einige bekannte Ausnahmen habe ich bis dato noch keinen Fisch gesehen, der freiwillig in ein nesselndes Tier schwimmt. Und wenn doch, dann nur einmal - auch Fische sind lernfähig... auch lebendgebärende. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es an der Konzentration der im Wasser gelösten Nesselgifte liegen soll. Welcher Fisch (bis auf die Ausnahmen) ist daran schon von Natur aus gewöhnt. Die Konzentration im Meer muss doch im Vergleich zum Aquarium verschwindend gering sein. Bitte um Korrektur falls ich mich hier vollkommen irre, aber ich glaube einfach nicht, dass meine Weißkehle besser mit Nesselgiften umgehen kann als ein Molly. Ich futtere ja auch nicht freiwillig frische Brennesseln - auch wenn's gesund sein soll.

Mister Krabs

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9

Montag, 2. Mai 2011, 16:25

Hallo,

übrigens finde ich es cool, dass du immer noch Guppys hälst ;) immer wenn ich die irgendwo sehe, werde ich ein bisschen sentimental und denke an unser erstes Aquarium, dass wir als Kinder mit unserem Papa eingerichtet haben :love:

Ja das mit der abnehmenden Toleranz stimmt wahrscheinlich... die Tiere wurden meiner Meinung nach auch speziell auf Süßwasser-Toleranz gezüchtet... also vor allem die Arten, die eigentlich aus brackigen Gewässern kommen. In dem Artikel von Nordlie et al. schreiben die auch von Süßwasser-Populationen und Salzwasser-Populationen des Breitflossenkärpflings. Die Süßwasser Populationen haben aber hierbei eine nur gering kleinere Salztoleranz als die Salzwasser-Populationen, aber man kann das schon beobachten. Na ja, meine Hoffnung liegt trotzdem im Breitflossenkärpfling, wegen der bei den Süßwasserpopulöationen immer noch sehr hohen Salztoleranz. Ich hoffe, die silberne Variante ist nichts weiter als eine "künstliche Süßwasserpopulation", welche bei mir ins künstliche Meer wandert.

lg Peter

Jim_Panse

unregistriert

10

Montag, 2. Mai 2011, 18:35

hiho,

:S ganz ehrlich?

Das ganze ist mir zu sehr auf Versuch und Egalität bei dreifuffzig/Fisch ausgelegt.

/Daumen runter/

Das hat nix mit Aquarianertum zu tun


gruss Jim aka Panse

11

Montag, 2. Mai 2011, 20:29

Das hat nix mit Aquarianertum zu tun


warum so was?
sorry, das ist humbug, peter hat 100% recht!
einige segelflosser leben größtenteils bis ausschließlich im salzwasser, werden dort auch größer und vermehren sich mehr!
und ein fisch, der im mw größer wird und sich besser vermehrt, fühlt sich dort logischerweise auch wohl!

aus eigener erfahrung weiß ich, daß auch mollies und guppies sich im mw wohlfühlen, sich dort vermehren und natürlich nicht!!! nach dem gebähren sterben!
sorry, harald, aber wo hast du denn das her ?(
auch wenn es stimmt, daß mw nicht gerade artgerecht ist, weiches süßes ist es erst recht nicht!

und andere mw-fische kommen mit diesen tieren sehr gut klar, hier mal bilder von "putzermollies", man beachte die größe!
»mbb« hat folgende Dateien angehängt:
  • indexb557.png (91,78 kB - 20 mal heruntergeladen - zuletzt: 03.04. 2012, 22:03)
  • indexc853.png (66,55 kB - 20 mal heruntergeladen - zuletzt: 03.04. 2012, 22:03)

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12

Montag, 2. Mai 2011, 20:48

ach, jetzt wird mit Giftpfeilen geschossen 8o

Jim ganz ehrlich :S? lies doch mal den ganzen thread, bevor du sowas postest :thumbdown:

Ich habe mich eingehend damit beschäftigt und wissenschaftliche Studien dazu durchforstet.

Wem das nicht reicht- ich hab tatsächlich mein altes verstaubtes Buch herausgesucht. "Die große Enzyklopädie der Aquarienfische" von Petrovický, Libuse und Knotek.
Dort steht beim Segelkärpling geschrieben: "Gut gewachsene Fische, vor allem Männchen mit hoher Rückenflosse, erzielen wir in beheizten und sonnigen Becken (durch ein allmähliges erhöhen der Salinität werden die Fische an das Leben und die Fortpflanzung im Meerwasser mit einer Dichte von 1,024 - 1,028 gewöhnt, was dem Millieu der tropischen Korallenmeere entspricht)." Beim Breitflossenkärpfling steht: "stehende und fließende Gewässer in Küstennähe, Süß-, Brack-, und Meerwasser."

lg Peter

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13

Montag, 2. Mai 2011, 20:50

ach, Michael war jetzt schneller, ich habe noch im Buch herumgesucht :brille:

Aber Michael, das ist ja obercool! Die putzen sogar die anderen Fische ??

lg Peter

14

Montag, 2. Mai 2011, 20:51

Außerdem, so meine Meinung, sehen solche Fische zwischen Korallen einfach doof aus


das stimmt allerdings und hat mich von der haltung abgebracht,
aber geschmack ist nun mal verschieden, und gute algenfresser sind es allemal!
im unterschied zur teuer importierten putzercrew gibt es die in jedem aquarienverein als günstige, einheimische nachzuchten ;)

Harald

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15

Montag, 2. Mai 2011, 20:54

einige segelflosser leben größtenteils bis ausschließlich im salzwasser

Das ist in soweit richtig, wenn es um Brackwasser geht.
sorry, harald, aber wo hast du denn das her

Hast natürlich Recht, damit meinte ich höhere Salzkonzentrationen wie im Brackwasser. So habe ich das von jemanden der schon Jahre im Brackwasser Segelkärpflinge züchtet.

Und wie schon geschrieben, wenn es rein marine Fische wären, würden sie in den Nachzuchtlisten und im Lexikon stehen.
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Gruß Harald


16

Montag, 2. Mai 2011, 21:01

So habe ich das von jemanden


ich schreib da aus eigener erfahrung!
und ich sprech von meinen becken!

diese tiere haben sich dort gut vermehrt, kein weibchen ist nach der geburt gestorben, und siehe mollies, sie werden sehr groß!

nur blöd siehts aus ;)

Harald

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Montag, 2. Mai 2011, 23:37

Ist ja ok. Wir erfinden die Evolution neu.

Aber nur noch einmal zum Verständnis.

Die meisten Süßwasserfische können nicht im Meerwasser überleben, aber relativ viele Meeresfische besuchen zumindest kurzfristig die Mündungsgebiete oder den Unterlauf von Flüssen. Nur etwa 3.000 Fischarten wie Lachse, Störe, Aale oder Stichlinge können langfristig sowohl im Süßwasser als auch im Meerwasser überleben.

Die Gründe liegen im Stoffwechsel: Süßwasserfische müssen Energie aufwenden, um das übermäßige Eindringen von Wasser in ihren Körper zu verhindern beziehungsweise im verdünnten Harn wieder auszuscheiden. Meeresfische müssen Energie aufwenden, um eingedrungene Salze wieder auszuscheiden. Haie trinken zum Beispiel nicht, sondern nehmen gefiltertes Wasser über die Kiemen auf. Weil die benötigte Energie in den Tropen relativ zum höheren Gesamtstoffwechsel geringer ist, wandern dort mehr Arten zwischen Süß- und Meerwasser hin und her.

Und noch einmal warum keine Süßwwasserfische und Brackwasserfische ins Salzwasser gehören.

Salzwasserfische:
Bei Salzwasserfischen ist die Körperflüssigkeit gegenüber dem Meerwasser hypotonisch(höhere Salzkonzentration im Meerwasser, als im Fisch). Daher verliert der Fisch sehr viel Wasser ans Salzwasser. Er muss also selbstständig trinken, um das verlorene Wasser wieder aufzunehmen, da er sonst mitten im Wasser vertrocknen würde. Damit das Salzwasser für den Fisch genießbar wird, hat er besondere Vorraussetzungen in den Kiemen, die das Meerwasser entsalzen.

Süßwasserfische:
Bei Süßwasserfischen ist die Körperflüssigkeit gegenüber dem Meerwasser hypertonisch(höhere Salzkonzentration im Fisch, als im Meerwasser). Und da der Netto-Wasserfluss(Osmose immer in beide Richtungen, aber untersch. stark) immer in Richtung mehr gelöster Teilchen geht, strömt das Wasser von alleine über die Hautoberfläche und über die Kiemen in den Fisch. Sie Süßwasserfische trinken also nicht, sondern scheiden dass Wasser permanent über die Nieren aus, sonst würden die Fische irgendwann platzen.

Bei allem Verständnis, aber irgendwann hört es für mich auf.
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Gruß Harald


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Dienstag, 3. Mai 2011, 00:27

Ach schau an! Der Michael hat Mollys mit ner Anemone zusammen gehalten... wie war's denn mit dem Nesselgift ***SPASS*** :)

Nein, aber jetzt mal in Echt: Ich find die ganze Sache hier gar nicht so blöd. Es geht doch nur um bi-wassertaugliche Fische. Ob's der eine schön findet oder nicht. Fakt ist doch, dass sie in der Natur nunmal auch in diesem Habitat vorkommen. Warum das also ignorieren. Außerdem ist es für den einen oder anderen Angler- oder Feuerfischhalter (wenn er's denn mag) nicht ganz uninteressant, wenn man einen stabilen salzigen Stamm ohne weiteren Aufwand halten kann.

Und übrigens: Molly können auch über ihre Kiemen Salz ausscheiden. Ich hab das Zitat gerade nicht griffbereit, suche aber auf Wunsch. Was sind es dann laut Definition für Fische und wo gehören sie hin??

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Dienstag, 3. Mai 2011, 11:42

Hallo Harald,
Salzwasserfische:
Bei Salzwasserfischen ist die Körperflüssigkeit gegenüber dem Meerwasser hypotonisch(höhere Salzkonzentration im Meerwasser, als im Fisch). Daher verliert der Fisch sehr viel Wasser ans Salzwasser.
Das ist so natürlich richtig, aber auch nur die halbe Wahrheit... Die osmotish wirksamen Teilchen sind bei Meewasserfischen im Blutplasma meißt höher konzentriert als im Blutplasma von reinen Süßwasserfischen, hierdurch verlieren diese Tiere vergleichsweise weniger Wasser ans Meer als wenn man einen Süßwasserfisch ins Meer werfen würde.

In dem Paper von Nordlie et al. (1998 Titel: "Adaptations in salt marsh teleosts to life in waters of varying salinity") wurden die "osmotic concentrations" (mOsm/kg) im Blutplasma gemessen. Also das sind die osmotisch wirksamen Bestandteile.
Zum Vergleich... ein Meeresfisch, welcher relativ süßes Brackwasser toleriert, die Meeräsche, Mugil cephalus, hat im Plasma eine Konz. von osmotischen Wirksamen Teilchen von 335 mOsm/kg, eine Schläfergrundel, die aus dem Meer ins Brackwasser einwandern kann, hat eine Konz. von nur (!) 300 mOsm/kg.

So, jetzt halt dich fest. Der Breitflossenkärpfling, P. latipinna, hat eine Konz. von 350 mOsm/kg im Blutplasma. Das ist demnach höher als bei den untersuchten Meeresfischen. Macht natürlich Sinn, denn in den Salztümpeln und Äsuaren (in denen der in einem bestimmten geographischen Bereich nachweislich die wichtigste vorkommende Art ist!!!) kann die Salzkonzentration auf kurz oder lang auf ein viel höheres Niveau steigen als im Meerwasser. Auch im Lebend-Versuch hat sich gezeigt, dass die Breitflossenkärpflinge dauerhaft (!) in höherer Salzkonzentration überleben (zwischen 5-60 ppt) und sich fortpflanzen (!), als die Meeräsche (20 - 50 ppt) oder Schläfergrundel (Süßwasser - 50 ppt).
Eine Salinität von 60 ppt, ist sogar fast doppelt so salzig, wie Meerwasser... also ist bei mir im Becken locker noch Raum nach oben.

Man kann die Welt nicht immer in Süßwasser- und Meerwasserfische teilen- es gibt nunmal solche euryhalinen Arten, welche nicht in dieses Schema passen. Echte Brackwasserfische sind es ja auch nicht, diese könnten dann weder in Süß-, noch in Meerwasser überleben. Ich meine die leben von Natur aus auch im Meer, bleiben aber in der Nähe der Ästuare... was müssen die armen Fische denn noch alles machen, um von dir als "meerwassertauglich" eingestuft zu werden?

lg Peter

Jim_Panse

unregistriert

20

Dienstag, 3. Mai 2011, 14:24

hallo,

wie dem auch sei, Ich habe im Riff und unter den Bedingungen die dort herrschen noch nie Mollys gesehen.

Für mich ist das nicht mehr als ein Versuch der nicht sein müßte

Ansonsten habe ich zu Deinem Hobby/Arbeit ja nichts zu bemängeln

@mbb
Deine Mollys sind doch eher als Fischfutter gedacht oder hab ich da was verwechselt?
Hast Du tatsächlich die ganze Zeit dieselben Mollys(z.b. 3 Jahre lang ein und den selben Fisch) im Becken?

gruss Jim aka Panse

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jim_Panse« (03.05. 2011, 15:12)


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